Auf den ersten Blick erinnert Dog an das "Eile mit Weile"-Spiel.

Vier eigene Spielfiguren sollen so schnell wie möglich über einen Rundkurs ins Ziel gebracht werden. Die Figuren werden jedoch nicht durch eine Würfelzahl, sondern aufgrund der Werte von Bridge-Karten möglichst vorteilhaft bewegt. Dog ist ein Partnerspiel. Gewinner ist jenes Team, das als Erstes alle acht Figuren im Zielfeld platziert hat.

Dog ermöglicht ein wesentlich variantenreicheres und taktischeres Spiel als "Eile mit Weile". Einzelnen Karten zugewiesene Sonderfunktionen sowie die Möglichkeit der Auswahl aus mehreren Karten erweitern das Repertoire der Spielzüge. Durch das Spiel im Team wird Dog um eine zusätzliche Ebene bereichert. Dadurch wird der Glücksfaktor verringert, gute Taktik hingegen begünstigt. Diese Eigenschaften garantieren für ein spannendes, "suchtgefährdendes" und abendfüllendes Spiel. Kein Wunder, dass bereits eine grosse Dog-Fangemeinde entstanden ist.

Geschichte

Christine Trösch (SG) bringt das Spiel 1982 aus Kanada mit nach Hause. Die Spielfläche hat sie auf Papier kopiert, im Kopf die mündlich überlieferten Spielregeln. Zusammen mit ihrem Freund Urs Meier (SG) stellt sie ein erstes Dog her.

Thomas Guglielmetti (SG), ein Freund von Christine und Urs, begeistert sich auch für das Spiel und schenkt seiner WG-Mitbewohnerin Petra Künzler ein Spielbrett. Die Spielregeln werden mündlich weiter gegeben.

Franz Lichtsteiner (SG), ein weiterer Mitbewohner der WG von Thomas, bringt das Spiel 1986 nach Weinfelden in die Thurgauische Arbeitsgruppe für Behinderte (TAB), wo er arbeitet. Das Dog avanciert schnell zu dem Insider-Spiel der TAB. Ein Lager oder ein Kurs ohne Dog-Abend (-Nacht) sind kaum denkbar.

Anja Noser (Weinfelden), ebenfalls aktiv bei der TAB, kopiert das Spielbrett und hält die Regeln 1987 erstmals auf Papier fest. Ca. 35 Spielbretter in unterschiedlichster Ausführung verlassen ihre Werkstatt. Das Dog ist von der Reiseausgabe bis hin zur grosszügig konzipierten Tischausgabe zum beliebten Geschenk geworden.

Eine der Beschenkten ist Susanne Merz-Abt (Weinfelden), die ihr Dog 1991 nach Randa in einen Kurs des internationalen Bundesverbandes "Junge Gemeinde" mitnimmt. Über eine andere Kursteilnehmerin gelangt das Spiel ins Spielhotel "Sternen" in Brienz, wo Luzia Iten (Brienz) darauf aufmerksam wird.

Luzia Iten nimmt 1992 Kontakt auf mit Anja Noser. Gemeinsam und in Zusammenarbeit mit dem Werkheim Wyden in Balgach entwickeln sie das heute in zahlreichen (Spielzeug)Läden der Schweiz erhältliche Dog. Seit 1995 ist das Dog auch an der Schweizerischen Spielmesse in St. Gallen vertreten und ab 1996 an der Fachmesse Ornaris.

Im Herbst 1991 nimmt Monika Furrer aus Stans an einem Kurs der "Jungen Gemeinde" in Edlibach teil. Durch die Kursteilnehmerin Eugenia Binz lernt sie das Dog kennen. Zusammen mir ihrem Mann Norbert Furrer stellt die mehrere Bretter her, die auf Weihnachten verschiedenen Familienmitgliedern verschenkt werden. So verbreitet sich das Spiel rasch in der Innerschweiz.

Carmen Dusi aus Stans organisiert 1993 das erste Dog-Turnier. Seither findet der Anlass jährlich statt.

Auf einem andern Weg gelangt das Dog nach Ottenbach zur sozialtherapeutischen Gemeinschaft Ulmenhof. Ab 1994 werden dort an der Produktionswerkstätte Ulmenhof Spielbretter produziert. Sowohl Brett als auch Regeln weichen ein wenig von der "Noser-Variante" ab (weniger Spielfelder). Ottenbach organisiert seit 1997 ein eigenes Dog-Turnier.

Die Stiftung Brändi schliesslich produziert das zusammensetzbare Brettspiel seit 1994 in einer geschützten Werkstatt. Nach dem Start 2005 findet heuer das dritte Brändi Dog-Turnier in Sursee statt. Ausser der Regelvariante mit der "kanadischen Sieben" stimmen beim Brändi-Dog sowohl Spielregeln als auch Anzahl der Spielfelder mit der "Noser-Version" überein.

Inzwischen wird das Dog in verschiedensten Ausführungen von mehreren Werkstätten hergestellt und vertrieben. Auch von  privater Seite werden die unterschiedlichsten Varianten kreiert.

(der Webseite www.dogspiel.info entliehen)

 

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